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GEWÄSSERSCHUTZ

Der Unternehmer Ulrich Geltz redet nicht nur von Umweltschutz

– er praktiziert ihn auch. Mit Technologien zum Schutz intakter

Lebensgrundlagen vor schadstoffhaltigen Abwässern.

Dienstleister für

professionellen

Seit rund 25 Jahren befasst sich der

studierte Biologe mit Verfahren zur

Abwasseraufbereitung. Zunächst in

Öschelbronn und seit dem vergangenen

Jahr in seiner Heimatstadt Mühlacker.

Just dort, wo in der Vergangenheit ekla-

tante Umweltsünden begangen wurden,

auf dem ehemaligen Brohammer-Areal

an der Kerschensteiner Straße.

Doch Ulrich Geltz ist Profi genug, als

dass er den Standort einer ehemali-

gen Galvanik als neuen Betriebssitz von

vornherein hätte ausschließen wollen.

Ist er mit seinem Unternehmen doch

12.

13

Kundenportrait: Geltz Umwelttechnologie

Sanierungsexperte auf diesem Gebiet.

Also ist er das für ihn eingrenzbare Ri-

siko eingegangen und hat die jahrzehn-

tealte Gewerbebrache nachhaltig reak-

tiviert.

EINE SAUBERE SACHE

In zwei Gebäudeteilen befinden sich jetzt

die beiden platzintensiven Standbeine

des Unternehmens: Der Entsorgungs-

fachbetrieb ist mit Abwasseraufberei-

tung und einem Behältervolumen von

über 200 Kubikmetern als Dienstleister

für Firmen. Der zweite Bereich widmet

sich der Konstruktion und Montage sol-

cher Anlagen für den externen Betrieb

bei Kunden.

Zur umweltgerechten Entsorgung von

Abwässern ist zunächst eine überaus

präzise Laboruntersuchung mit High-

tech-Analysegeräten erforderlich. Be-

steht dann Klarheit über die Zusam-

mensetzung des jeweiligen Gemischs

erfolgt das eigentliche Abscheiden der

Schadstoffe. Diese gelangen dann ent-

weder in einen Recyclingkreislauf oder

werden als Sondermüll deponiert. Bei

solchen Behandlungen spricht man von

Oxidationen, Reduktionen, Fällungen

und Eliminierungen. Das verbleibende

Wasser kann letztlich bedenkenlos der

Kanalisation zugeführt werden.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der dritte Geschäftszweig ist die For-

schung gemeinsam mit dem Fraunho-

fer-Institut in Stuttgart und einschlägi-

gen Universitäten in Europa. Ziel ist es

unter anderem, Stickstoff und Phosphat

aus landwirtschaftlicher Gülle sowie

Gärresten (etwa aus Biogasanlagen) zu

recyceln. Auch hierfür entwickeln Geltz

und sein Team individuelle Systeme, die

längst ihre Bewährungsprobe bestanden

haben. Ökologische Zielsetzung ist da-

1.

Firmenchef Ulrich Geltz vor

seiner Wasserstrahl-Schneidan-

lage zur präzisen Konfektionie-

rung von Kunststoffplatten für

den Behälterbau.

2.

Sabine Weber (links) und Ro-

mana Schrade im Hightech-Mess-

labor zur Analyse flüssiger Ab-

wassersubstanzen.

3.

Insgesamt 18 solcher Behäl-

ter mit jeweils zwölf Kubikmeter

Fassungsvermögen bilden die

bei Redaktionsschluss noch im

Aufbau begriffene firmeneigene

Abwasserbehandlungsanlage bei

Geltz-Umwelttechnologie.