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Das Extrusionsverfahren lässt sich

– vereinfacht ausgedrückt – mit der

Funktionsweise eines Fleischwolfs ver-

gleichen. Das zu verarbeitende Mate-

rial wird mittels einer Förderschne-

cke durch eine Düse gepresst, die dem

Produkt seine Form gibt. Durch Erwär-

mung wird das granulierte Rohmateri-

al – Kunststoffe, Silikone oder Gummi

– umformbar und es verbindet sich zu

einem Strang, der in beliebiger Länge

produziert wird.

PRODUKTVIELFALT

Auf diese Weise entstehen Rohre, Pro-

file, Schläuche, Kabelummantelungen

oder beispielsweise auch Kunststoff-

drähte, die in 3-D-Druckern weiter-

verarbeitet werden. Die Dimensio-

nen extrudierter Produkte reichen vom

Herzkatheter-Schlauch bis zu 30 oder

40 Zentimeter dicken Seekabeln für

Windparks im offenen Meer.

Entsprechend unterschiedlich sind

deshalb auch die Branchen, für die An-

kele komplette Produktionslinien lie-

fert – von der Industrie allgemein über

die Medizintechnik und den Automo-

tive-Bereich bis hin zur Möbelindus-

trie für die Herstellung von Kunst-

stoff-Abschlusskanten. Der Inhaber

Ulrich Ankele kann freilich noch vie-

le weitere Produktarten aufzählen, für

die seine Maschinen zum Einsatz kom-

men. Etwa zur Herstellung von Tuben

oder Flaschenverschlüssen oder auch

Draht-Stabilisatoren in Zweiradreifen.

ANLAGE NACH MASS

Alle Anlagen, die Ankele entwickelt und

baut, sind individuelle Kundenlösun-

gen. Um jedem Kundenanspruch ge-

recht werden zu können, hat sich das

Familienunternehmen in den 25 Jahren

seines Bestehens ein umfangreiches

Know-how zugelegt. Denn Extrusions-

anwendungen werden immer differen-

zierter, weil sich auch die Anwendungs-

möglichkeiten ständig erweitern.

Schon seit etlichen Jahren heißt bei

Ankele deshalb auch die Devise: vom

Extruder bis zur Systemlösung aus ei-

ner Hand. Weil Extrusions- und Fol-

geanlagen synchron aufeinander ab-

gestimmt sein müssen, umfasst das

Portfolio auch ein eigenes Programm

kompatibler Sondermaschinen. Damit

beliefert das Maulbronner Unterneh-

men Kunden im kompletten europäi-

schen Raum bis zum Ural.

Begonnen hat die Firmengeschich-

te 1990, als sich Herbert Ankele – als

Konstrukteur aus der Branche kom-

mend – in Maulbronn selbstständig

machte. Bereits fünf Jahre später wur-

de die heutige Produktionshalle an der

Daimlerstraße errichtet. Zu jener Zeit

trat der Junior und jetzige Inhaber als

Maschinenbaumeister in den elterli-

chen Betrieb ein. Das Unternehmen ist

mit modernster Konstruktions- und

Fertigungstechnik auf CAD-Basis aus-

gestattet. Für Materialtests steht eine

betriebseigene Versuchs- und Labor-

linie zur Verfügung. Ankele beschäftigt

elf Mitarbeiter, darunter je einen Aus-

zubildenden zum Industriemechaniker/

Anlagen- und Maschinenbau und zum

Elektriker/Schaltschrankbau.

1.

Bei jedem Projekt gibt es enge Absprachen

zwischen Firmenchef Ulrich Ankele und wie

hier dem Konstrukteur Jurij Geringer.

2.

Blick in die Montagehalle

3.

Beispiele von Produkten, die auf Ankele-

Extrusionsanlagen entstanden sind.

4.

Eine komplette Extrusionslinie, wie sie bei

Ankele für jeden Kunden individuell

hergestellt wird.