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06.

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E-Mobility

BATTERIELADUNG

Das Gartenschau-Thema „Enzgärten“ hat den Naturfotografen Thomas Wilhelm

inspiriert, den neuen Kalender der Stadtwerke den vielfältigen und einzigartigen

Landschaften rund um die Enz und ihrer Zuflüsse zu widmen.

Ein Elektroauto ist längst kein Allein-

stellungsmerkmal für den Chef des

Illinger Spezialwerkzeug-Herstellers

Wemaro – dennoch ist die Ausgangsla-

ge bei Thomas Ufrecht eine andere, als

bei jenen E-Mobilisten, die sich aus-

schließlich im nahen Umkreis bewe-

gen. Der Unternehmer ist bei seinen

Geschäftsfahrten auf lange Reichwei-

ten seines elektro-mobilen Untersat-

zes angewiesen, der locker 350 Ki-

lometer bewältigt, ohne saft- und

kraftlos auf der Strecke zu bleiben.

Deshalb hat sich der Unternehmer für

einen Tesla entschieden, selbstredend

der „Rolls Royce“ unter den Elektro-

Limousinen. Aber eben der Einzige, der

seinen Bedürfnissen gerecht wird und

ihn deshalb überzeugte, wie Ufrecht be-

tont. Und, wie er weiter einräumt, der

auch nur als Firmenfahrzeug finanzi-

ell darstellbar ist. Zum Portemonnaie

Um Tankstellen macht Thomas Ufrecht mit seinem Tesla einen großen Bogen – er zapft vielmehr für seinen elektro-mobilen Untersatz mittels Strom-

kabel die Sonne an.

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Kalender 2016

Günstige klimatische Bedingungen bie-

ten ideale Voraussetzungen für ein Mo-

saik an artenreichen Lebensräumen.

Ausgedehnte Streuobstwiesen, auf

wechselfeuchten Gipskeuperflächen

stehende Hainbuchen-Stieleichenwäl-

der, historische Weinbauterrassen, Sau-

er- oder Streuwiesen in den Auen und

Buchenwälder auf flachgründigen Mu-

schelkalkhängen entlang der Enz prä-

gen die in Baden-Württemberg einzig-

artige Flora und Fauna.

Eine alte Weisheit im Naturschutz lau-

tet: Man schützt nur das, was man

kennt. So liegt in den Bildern das Au-

genmerk auf dieser einzigartigen Land-

schaft im Wandel der Jahreszeiten.

Ob frühmorgendliche Nebelstim-

mung, frisch gefallener Schnee oder

leuchtendes Mittagslicht, unsere Hei-

mat zeigt ihren Reiz auf vielfältige Art.

Oftmals sind es die kleinen Details, die

Die

VIELFALT

der Landschaften

Die einen fahren gezwungenermaßen mit dem Auto – bei anderen ist es pure

Leidenschaft. Zu Letzteren gehört der Unternehmer Thomas Ufrecht aus

Mühlacker – und er kann dabei auf eine tadellose Ökobilanz verweisen, dank

des Elektroantriebs seiner Limousine.

Mit einer

durch halb Deutschland

Ob im winterlichen Raureif, im zeitigen

Frühjahr oder zur Sommerzeit: Die durch

unsere Enz geprägte Landschaft bietet

dem aufmerksamen Beobachter immer

faszinierende Momente.

von „Otto Normalverbrauchern“ wird er

nicht unbedingt passen, genauso we-

nig wie eine Oberklassen-Karosse aus

Stuttgart, Ingolstadt oder München.

MIT VOLLER POWER VORAUS

Der „Gern- und Fernfahrer“ Ufrecht

schwört indes auf seinen Tesla. Weil

zum Konzept des amerikanischen Her-

stellers auch gehört, ein in Mitteleuro-

pa flächendeckendes Netz an Schnella-

destationen vorzuhalten. Wenn also die

Reise nach Hannover geht, legt Ufrecht

am passenden Ort eine Kaffeepause

ein, während sein Akku am „Superchar-

ger“ nachgeladen wird.

Zu Hause im Betrieb besitzt er eben-

falls ein Schnelladegerät, das von

den Solarzellen auf dem Dach sei-

nes Gebäudes gespeist wird. Des-

halb Ufrechts Hinweis auf die saube-

re Ökobilanz seines Tesla. Fast – denn

bundesweit wird die Ladeinfrastruk-

tur erst sukzessive auf die Einspeisung

von Ökostrom umgestellt.

Seine alltagstaugliche Limousine be-

sitzt freilich auch eine sportliche No-

te, nicht ganz unbedeutend für den Vor-

sitzenden der Handballer in Mühlacker:

Von 0 auf 100 in weniger als vier Sekun-

den – das macht den Tesla zum welt-

weit schnellsten Elektro-Flitzer. „Mit

enormen Sicherheitsreserven, wichtig

beim Überholen, oder einer faszinieren-

den Straßenlage“, ergänzt Ufrecht ge-

radezu schwärmend.

Übrigens: Seit rund einem Jahr fährt

Ufrecht nun seinen Amerikaner, rund

22 000 Kilometer hat er auf dem Tacho

– und noch kein Werkstattbesuch in

dieser Zeit. Warum auch, es gibt ja

kaum Verschleißteile, und unter der

vermeintlichen Motorhaube befindet

sich ein zweiter Kofferraum.

Erhältlich ist der neue Kalender

für 15 Euro in Bäckereien und Metz-

gereien in Mühlacker, direkt bei den

Stadtwerken sowie im Hallenbad.

sich uns erschließen, wenn wir Zeit

und Geduld mitbringen, um den ent-

scheidenden Augenblick einzufangen.

NATÜRLICHE SCHÖNHEIT

Landschaftsfotografen versuchen in der

Regel, die vom Menschen nicht beein-

trächtigte Umwelt zum Mittelpunkt ih-

rer Arbeit zu machen, mit dem Ziel einer

möglichst „naturgetreuen“ Wiedergabe.

Urlandschaften im eigentlichen Sin-

ne sind in unserer Kulturlandschaft

nicht mehr zu finden. Selbst Bannwäl-

der und Nationalparks benötigen lange

Zeiträume, um zu ihrer Ursprünglich-

keit zurückzufinden.

Dennoch bieten die Landschaften um

Mühlacker dem Betrachter ausrei-

chend Freiraum, sich in einer, wenn

auch von Menschenhand geprägten,

Umwelt wohlzufühlen. Sind doch die

Streuobstwiesen, Steilhanglagen oder

Sauerwiesen die prägenden Elemente

unseres Verständnisses für ein intak-

tes Miteinander von Mensch und Na-

tur geworden. Denn ohne die pflegende

Hand des Menschen würden diese für

den mittleren Neckarraum typischen

Kulturlandschaften zusammen mit ih-

rer Artenvielfalt verschwinden.

Die Faszination unserer unmittelbaren

Heimat soll dem Betrachter mit detail-

reichen Aufnahmen nahegebracht wer-

den, um ihn an der Einzigartigkeit der

Augenblicke teilhaben zu lassen.