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Gartenschau 2015: Rückblick

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VHS-Spielzeit 2015/16

Zurück zu den Wurzeln der Tournee-Theater-

Tradition in Mühlacker, wenn die gerade begonnene

Saison 2015/16 im Januar von der Mühlehof-Bühne

in den altehrwürdigen Uhlandbau wechselt. Doch

der Qualität des Angebots soll diese zwangsläufige

Änderung des Spielorts keinen Abbruch tun.

Die Leiterin der Volkshochschule Katja

Rohloff verspricht eine „ganz besonde-

re Spielzeit. Dabei rankt sich alles um

das Thema Liebe: Komödien, Krimi-

nalstücke, Klassiker, Kabarett und Kult

stehen auf dem Abendspielplan. Auf

dem Programm finden sich (fernseh-)

bekannte Schauspieler, (film-) bekann-

te Stücke und gefragte Autoren.

Tom Waits trifft auf Georg Büchner,

Oscar Wilde meets Loriot, Elke Hei-

denreich liefert den Stoff für einen

wunderbaren Theaterabend, und der

Mühlacker Chor TonArt wird Teil einer

Aufführung. „So in etwa könnte man

den neuen Spielplan kurz umschrei-

ben. Und das heißt, dass es bei uns un-

terhaltsam und spannend bleibt – trotz

Spielstättenwechsel mitten in der Sai-

son“, so VHS-Leiterin Katja Rohloff.

ALT UND NEU

Wer die klassischen Stoffe liebt, kann

sich auf Shakespeares Komödie „Wie

es euch gefällt“ (22. April) und Loriots

„Karneval der Tiere“ (9. April) freuen und

Viel

THEATER

um die Liebe

sich von Wilsons Konzeption des „Woy-

zeck“ (24. Oktober) überraschen las-

sen. Büchners Text trifft hier auf die Mu-

sik von Tom Waits und auf eine opulente,

fast filmisch geschnittene Inszenierung.

In „Wie im Himmel“, eine anrühren-

de Geschichte über einen kleinen Chor

und eine große Liebe, agieren am 5.

Dezember Profis zusammen mit Laien,

denn der Mühlacker Chor TonArt wirkt

bei der Aufführung im Mühlehof mit.

Der Kabarettabend mit Holger Paetz‘

satirischer Ernährungsanalyse „Auch

Veganer welken“ (5. Februar) garan-

tiert ausgiebiges Lachmuskeltraining.

STARS UND STERNCHEN

Wer Fernsehberühmtheiten live er-

leben möchte, kann sich auf Michel

Guillaume („Zuviel Liebe“, 14. Novem-

ber) freuen und ebenso auf Ulrich No-

ethen („Karneval der Tiere“, 9. April),

zu dem das international renommierte

PianoDuo GrauSchumacher den musi-

kalischen Rahmen beisteuert.

Nicht wenige mögen sich noch an die

Radioserie der 80er Jahre im früheren

SDR erinnern, „Der Frauenarzt von Bi-

schofsbrück“, die den Trivialroman ge-

hörig aufs Korn nahm. Als satirisches

Live-Hörspiel inszeniert, kommt diese

Kultsendung nun auf die Theaterbüh-

ne (12. März). Die VHS zeigt den ersten

Teil rund um Dr. Julius Borg und Grä-

fin Retzlow.

Im Mühlacker Kinder- und Jugendthe-

ater „Mücke“ steht neben fünf kleinen

Theaterstücken für die Allerkleinsten

„Der kleine Ritter Trenk“ auf dem Pro-

gramm. Das Jugendstück „Supergu-

te Tage oder die sonderbare Welt des

Christopher Boone“ wird im Dezem-

ber als Schülervorstellung am Vormit-

tag angeboten.

Theater-Abos können in der Geschäfts-

stelle der Volkshochschule im Mühlehof

gebucht werden. Schüler und Studenten

erhalten deutlich ermäßigte Preise.

Weitere Informationen erteilt die

Volkshochschule unter

Tel.: 07041/876-302 und unter

www.muehlacker.de/muehlehof.

1.

Die Shakespeare-Komödie „Wie es Euch gefällt“

als Rollenspiel mit Saro Emirze, Rike Joeinig und

Frederik Schrickel

2.

„Auch Veganer welken“ – eine satirische Ernäh-

rungsanalyse von und mit Holger Paetz

Die Pavillons, Schaugärten und Murmelbahnen, das Eichenreich und das Gastrozelt

sind abgebaut, der Sommerflor verblüht. Doch vieles vom „Sommermärchen“ in

Mühlacker wird bleiben oder in einer neuen Form wieder aufblühen.

Rund 550 000 Besucher haben in 18

Wochen die „Enzgärten“ besucht. Ne-

ben farbenprächtigen Schaugärten und

Beeten hatten bis zum 13. September

rund 1800 Veranstaltungen die Men-

schen auf das zehn Hektar große Ge-

lände am renaturierten Enzufer gelockt.

Es war ein großes, 128 Tage dauern-

des Fest.

WEITERBLÜHEN

Die Enzgärten werden

Mit einem farbenprächtigen

Feuerwerk ging Mitte Sep-

tember die Mühlacker Gar-

tenschau zu Ende. Tausende

genossen dieses Abschluss-

spektakel über den Enzgär-

ten und der Burg Löffelstelz

– und waren nochmals rest-

los begeistert.

Schnell mussten sich die Dauerkarten-

besitzer und Gartenschau-Mitarbeiter

im September damit abfinden, dass das

„Sommermärchen“ vorüber ist. Doch

allen war und ist bewusst, dass sehr

viele der Anlagen bleiben werden: das

zugängliche Enzvorland mit den Sitz-

mauern, die Spielplätze, der Aussichts-

hügel, die Skateanlage, Pergola, Bür-

gerforum, Exotengarten, Jugendhaus,

Wertle-Platz, die nächtliche Beleuch-

tung und – der Liebling der Kinder – der

von den Stadtwerken Mühlacker ange-

legte Fontänenplatz am Waldensersteg.

Mit der Zeit wird sich herauskristallisie-

ren, was über die Daueranlagen hinaus

den Bürgern von Mühlacker erhalten

bleiben wird. Freunde der Gartenschau

möchten den Schwung des Sommers

mitnehmen, sie haben einen Förderver-

ein gegründet und erarbeiten, welche

Kapitel vom „Sommermärchen“ neu er-

zählt werden können.

EIN VOLLER ERFOLG

Feststeht: Nicht nur die Bürger, die das

neu gestaltete Gelände weiterhin ge-

nießen können, haben von der Garten-

schau profitiert. Tausende Gäste haben

neben den Enzgärten auch die Stadt mit

ihren Geschäften und der Gastronomie

belebt. Hatten Auswärtige anfänglich

noch angefragt, wo Mühlacker denn

überhaupt liege, hat die Stadt inzwi-

schen einen Bekanntheitsgrad über die

Landesgrenzen hinaus erreicht. Mühla-

cker und die Enzgärten waren täglich

in der lokalen und regionalen Presse,

häufig mit mehreren Beiträgen oder so-

gar Seiten; mehrmals berichteten Funk

und Fernsehen – kurzum, alle waren

restlos begeistert.

Mittlerweile können die Bewohner von

Mühlacker und die Freunde der Enzgär-

ten die Anlagen wieder in ihrer ganzen

Großzügigkeit genießen. Durchgangs-

und Verbindungswege sind längst wie-

der offen, die Parkplätze im Sportzen-

trum frei, und bald wird es sich die

Bevölkerung in der Dauergastrono-

mie am Waldensersteg schmecken las-

sen. An den Hochufern der Enz hat eine

neue Ära begonnen. Der nächste Som-

mer kann kommen.