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„Von der A-Jugend bis zu den Bambinis

haben wir Angebote für jeden Alters-

bereich“, so der Sportvorstand Lothar

Bergtold. Dies sei eine wichtige Grund-

lage, um für den Kader der Aktiven-

mannschaft möglichst viele Spieler aus

den eigenen Reihen zu rekrutieren. Und

da befindet sich der FV Lienzingen mit

seinen annähernd 400 Mitgliedern, dar-

unter etwa 110 Jugendlichen, auf einem

guten Weg.

Trainer Thorsten Riexinger und sein As-

sistent Andreas Geiger können in der

laufenden Saison auf rund 40 Spieler

zurückgreifen. Dieses starke Feld rührt

nicht zuletzt daher, dass zum Runden-

start etliche frühere Lienzinger Aktive

und Jugendkicker wieder zu ihrem an-

gestammten Heimatverein zurückfan-

den und sich so ein starkes Team bil-

dete. Auch wurden rund ein halbes

Dutzend Kicker aus der eigenen Jugend

in die „Aktive“ integriert.

HOHE ZIELE

„Ja, es wäre schon schön, wenn unse-

re Arbeit nach bald drei Jahrzehnten mal

wieder mit einer Meisterschaft gekrönt

würde“, sagt Bergtold, der selbst 1987

der letztmaligen Meister-Mannschaft an-

gehörte. Ein Blick auf die aktuelle Tabelle

zeigt, dass die Lienzinger derzeit auf ei-

nem vielversprechendem vorderen Tabel-

lenplatz „überwintern“. Einige Liga-

Konkurrenten hatten die Lienzinger

„Schnecken“ in der Tat vor dem Saison-

start auch zu den Titel-Aspiranten ge-

zählt. Jetzt heißt es, abwarten, was sich

bis zum Saisonende im Mai nächsten

Jahres tut …

Ein Sahnehäubchen wäre die Meister-

schaft im kommenden Jahr nicht nur

für den Verein, sondern für den ganzen

Ort, der nächstes Jahr bekanntlich sein

1250-Jahr-Jubiläum begeht. Für dieses

Ganzjahres-Event hat sich der Fußball-

verein ohnehin schon seine

Marschrichtung vorgegeben – begin-

nend mit dem Silvester-Treff in der Kel-

ter zum Jahresausklang 2015, einigen

vereinsspezifischen Veranstaltungen wie

der Jahresfeier, einem Kappenabend im

Vereinsheim, der Mai-Hocketse und ei-

nigen fußballerischen Events sowie den

offiziellen Jubiläums-Feierlichkeiten.

AUS DER GESCHICHTE

21 Fußball-Begeisterte, so heißt es in

der Vereinschronik, hoben im August

1949 den FV Lienzingen aus der Taufe.

Offenbar hatte in den ganzen Jahrzehn-

ten zuvor dieser Ballsport im Dorf kaum

jemanden interessiert. Indes mussten

die „Gelb-Schwarzen“, wie sie sich nach

ihrer Trikotfarben bis heute nennen, an-

fangs noch viel Lehrgeld bezahlen.

MEISTERWIMPEL

Wieder mal heiß auf den

Mit der Vereinsgründung 1949 zählen die Lienzinger

Kicker hier zu den jüngsten Fußballvereinen. Jung und

dynamisch – das gilt heute umso mehr insbesondere

dank einer soliden Jugendarbeit.

Beeinträchtigt wurden die sportlichen

Erfolge auch dadurch, dass kein „ge-

scheites“ Geläuf zur Verfügung stand –

die Lienzinger bezeichneten ihren Platz

liebevoll-scherzhaft als „Steilhang-Sta-

dion“. Dies änderte sich erst 1964, als

die Gemeinde einen neuen Platz bauen

ließ – der noch heute die Spielstätte des

FVL ist und so der Wunsch des Vereins,

dringendst saniert werden sollte.

Doch zurück zur Sportplatz-Einwei-

hung: Ein Saisonende später stan-

den die Lienzinger punktgleich mit den

Maulbronnern an der Tabellenspitze –

und gewannen das Entscheidungsspiel

unter Alfred Lieb auf neutralem Rasen

in Lomersheim. Dieser Meisterschaft

folgten jene 1977 (unter Egon Bäuer-

le) und zuletzt zehn Jahre später (unter

Dieter Klenk).

In diese Zeit fällt auch der Bau des Ver-

einsheims als Anbau an die Gemein-

dehalle, der 1980 eingeweiht wurde.

Mittlerweile hat sich der Verein noch ei-

ne zweite „Anlaufstelle“ errichtet, ei-

ne „Bewirtungshütte“ am Spielfeldrand,

die den Zuschauern den Weg ins Ver-

einsheim erspart und dem Bewirtungs-

personal bei den Heimspielen auch die

Möglichkeit eröffnet, hautnah „am Ball“

zu sein.

1250

JAHRE

LIENZINGEN