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Für die Gasabrechnung wird eine mitt-

lere Umgebungstemperatur von kons-

tant 15°C angenommen. Der Luftdruck

allerdings variiert je nach Höhenlage

des Versorgungsobjekts und wird in

unserem Versorgungsgebiet in acht

Höhenzonen eingeteilt. Die Zustands-

zahl wird für jede Abnahmestelle be-

stimmt und ändert sich nicht.

Für die Abrechnung wird nun die im

Zähler gemessene Gasmenge mit der

Zustandszahl multipliziert.

Das Ergebnis ergibt die Normkubikme-

ter Vn, die nun noch mit dem Abrech-

nungsbrennwert multipliziert wer-

den. Der Abrechnungsbrennwert wird

laufend mittels Gasanalyse bestimmt

und lag im Abrechnungsjahr 2014 bei

10,25 kWh pro Normkubikmeter.

lerstände vom Anfang und vom Ende

des Abrechnungszeitraums. Da der

Energiegehalt pro Kubikmeter Gas aus

den beschriebenen Gründen variie-

ren kann, wird er durch die Zustands-

zahl auf ein normiertes Volumen um-

gerechnet.

ZUSTANDSZAHL

Aber was steckt genau hinter der Zu-

standszahl? Eine recht komplizierte

Geschichte. Denn die Zustandszahl z

errechnet sich wie folgt:

Die Formel drückt aus, dass die Zu-

standszahl von der Umgebungstempe-

ratur und vom Luftdruck abhängig ist.

Weitere in der Formel vorkommende

Faktoren wie Partialdruck des Wasser-

dampfes und Kompressibilität spielen bei

der Gasabrechnung eine untergeordnete

Rolle und können vernachlässigt werden.

Auf Ihre Gasversorgung können Sie sich verlassen:

In Deutschland hat die Gasabrechnung auf Grundlage

des Eichgesetzes und entsprechend den sogenannten

„anerkannten Regeln der Technik“ zu erfolgen.

Im Fall Ihrer Gasabrechnung ist dies

ein 17-seitiges Pamphlet, das DVGW

Arbeitsblatt G 685.

Denn das Naturprodukt Gas weist im

Gegensatz zu Strom Schwankungen im

Energiegehalt auf. Auch spielen für die

Eigenschaften von Gasen die Tempera-

tur und der Druck entscheidende Rol-

len. Denn es ist ein Unterschied, ob Gas

im Winter bei minus 10°C in Karlsru-

he oder im Sommer bei plus 25°C auf

dem 1493 Meter hohen Feldberg durch

einen Zähler strömt. Ist die Temperatur

höher und der Umgebungsdruck zum

Beispiel durch die Höhenlage geringer,

verteilen sich die für den Energiege-

halt verantwortlichen Gasteilchen auf

ein größeres Volumen. Damit sinkt der

Energiegehalt pro Kubikmeter Gas.

DREIERLEI MASS

Diesem Phänomen trägt das Arbeits-

blatt G 685 Rechnung. Denn Ihre Gas-

abrechnung errechnet sich aus drei

Werten: dem im geeichten Zähler ge-

messenen Gasverbrauch, der Zustands-

zahl und dem Brennwert des Erdgases.

Der Gasverbrauch in Kubikmeter er-

mittelt sich aus der Differenz der Zäh-

SICHER (UND) RICHTIG!