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06.

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Wärmeservice

Wieder haben die Stadtwerke Mühlacker erfolgreich ein Wärmeservice-Projekt realisiert: Abteilungsleiter Frederik Trockel hier bei der

Anlage in der Senderstraße.

100

Innerhalb gerade einmal sechs Wochen

hat das Heizungsbauunternehmen Ker-

ling aus Mühlacker im Auftrag der

Stadtwerke die alte Ölheizung durch

moderne Technik ersetzt. Insgesamt

7200 Quadratmeter Wohnfläche werden

in fünf Gebäuden durch Heizkessel der

neuesten Generation versorgt.

Die alte Ölheizung aus dem Jahr 1987

– die Brenner waren sogar noch fünf

Jahre älter – wurde entsorgt und die

Öltanks, die sich vor den Gebäuden im

Erdreich befinden, fachmännisch still-

gelegt und verfüllt.

EWÄRMEG

Wie Frederik Trockel, bei den Stadt-

werken unter anderem für die Wär-

meversorgung verantwortlicher Ab-

teilungsleiter, darlegte, musste die

Heizungserneuerung nach den Regeln

Erfolgreiches Wärmeservice-Projekt: Am Senderhang, exakt an der Ecke Sender-/

Einsteinstraße werden 102 Wohnungen umweltfreundlich mittels Brennwertkesseln

und Gas mit Wärme versorgt.

Für rund

WOHNUNGEN

des erst im Sommer verschärften Er-

neuerbare-Wärme-Gesetzes erfolgen.

Das bedeutet: Neben Erdgas werden

15 Prozent Biomethan aus der Anlage

in den Waldäckern dem Heizprozess

beigemischt. Dadurch werden die ge-

setzlichen Vorgaben erfüllt, die nach

grundlegenden Änderungen bei der

Heizanlage greifen.

Durch den Wärmeservice der Stadt-

werke, die in das Nahwärmeprojekt

am Senderhang rund eine viertel Mil-

lion Euro investierten, müssen sich

die 102 Bewohner in den fünf Häusern

auf Dauer hinsichtlich ihrer Heizanla-

ge um nichts mehr kümmern. Die An-

lage wird fernüberwacht, eventuelle

Störungen laufen über die Leitzent-

rale der Stadtwerke beim jeweils zu-

ständigen Bereitschaftsdienst auf. Zu-

dem können die Stadtwerke auf rund

zwei Jahrzehnte Erfahrung im Wär-

me-Contracting verweisen mit rund

einem Dutzend Heizzentralen sowie

ihren ständigen Vor-Ort-Service.

UMWELT-PLUS

Im Heizraum wurden zwei hocheffizi-

ente Brennwertkessel mit jeweils 300

Kilowatt Leistung installiert, die nied-

rige Betriebskosten und damit einen

günstigen Wärmepreis versprechen.

Zudem darf die Eigentümergemein-

schaft zufrieden darüber sein, die

Umwelt durch eine geringere Schad-

stoff-Freisetzung zu entlasten. Der

CO

2

-Ausstoß ist bei diesem Objekt mit

rund 140 Tonnen künftig um rund ein

Drittel geringer, als bei der seitheri-

gen Ölfeuerung. Auch geht bedeutend

weniger Abwärme durch den Kamin.