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Der Illinger Gewerbeverein war als

Sprachrohr der örtlichen Geschäftswelt

schon immer einen Tick weiter, als viel­

leicht andernorts Vereinigungen dieser

Ausrichtung in Städten und Gemeinden

vergleichbarer Größe. Allein mit seiner

Tradition – mittlerweile bald 115 Jahre

Historie – hat’s der Verein freilich nie

bewenden lassen. Innovatives Denken

und Handeln standen dabei immer im

Vordergrund.

ILLINGER GEWERBESCHAU

45 Jahre ist es beispielsweise her, dass

in der Stromberghalle und auf dem

Schulhofgelände die erste Illinger Ge­

werbeschau ausgerichtet wurde. Im

Seit Jahren ist „Illingen hat’s“ das Motto für das Geschehen in

Handel und Gewerbe in der zunehmend städtisch geprägten

Gemeinde. Der Gewerbeverein hat jetzt ein neues Projekt ange­

packt und einen eigenen Marktplatz ins Internet gestellt.

Vier-Jahres-Rhythmus folgten seitdem

elf Neuauflagen, zuletzt vor zwei Jah­

ren. 1998 wurde zur Kirchweihzeit der

erste verkaufsoffene Sonntag ins Leben

gerufen, der mittlerweile als „Illinger

Open“ weit über die Kreisgrenzen hin­

aus Zulauf findet.

Die Illinger Weihnachtsbeleuchtung ist

ebenfalls ein „Kind“ des Gewerbever­

eins – erstmals 1979 installiert und in

den folgenden drei Jahrzehnten zwei­

mal komplett erneuert. Zuletzt 2010 mit

moderner LED-Technik und finanziell

tatkräftig unterstützt durch zahlreiche

Sponsoren aus der Gemeinde. Dieses

Engagement wurde sogar vom Landes­

verband des Bundes der Selbständigen

in einem „Best Practice“-Wettbewerb

mit einem dritten Preis belohnt.

MARKTPLATZ FÜR ALLE

Mittlerweile haben die Illinger Selbst­

ständigen erneut die Tür in die Zukunft

aufgestoßen: Im Internet wurde ein re­

gionaler Marktplatz eingestellt. Auf

diesem Weg will sich der örtliche Ein­

zelhandel auf das sich verändernde

Käuferverhalten einstellen. „Wir können

das, was der Onlinehandel vormacht,

genauso bewerkstelligen“, sagt der

Vereinsvorsitzende Sebastian Zaiß. Mit

im Boot ist bei diesem digitalen Markt­

platz auch die Industrie- und Handels­

kammer Nordschwarzwald, die die

Schirmherrschaft über das Modellpro­

jekt übernommen hat.

Von den rund 120 Vereinsmitgliedern,

darunter gut und gern 100 aktive Gewer­

betreibende, sind etwa die Hälfte in das

Internetprojekt involviert und etliche

auch schon mit einem Shop präsent.

„Man stellt sich seine Bestellung zu­

sammen und nach wenigen Mausklicks

kennt jeder Shopbetreiber die Wünsche

des gerade bestellenden Kunden und

weiß auch, ob dieser seine Bestellung

abholt oder ob er Zustellung über einen

Paketdienst wünscht“, erklärt Zaiß.

Unabhängig vom Shop-System ist den

Illinger Gewerbetreibenden die Trans­

parenz von großer Bedeutung, die der

gemeinsame Internetauftritt unter illin­

gen-hats.de

bietet. Da kann sich näm­

lich jeder Interessent durchs Branchen­

verzeichnis klicken und erfährt sofort

– von A wie Autos bis Z wie Zeitarbeit –,

wo welche Angebote oder Dienstleis­

tungen erhältlich sind.

Illingen hat’s – der

GEWERBEVEREIN

macht’s (vor)