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Im produzierenden Gewerbe sind Quali­

tätssicherungssysteme nach bestimm­

ten ISO-Vorgaben längst gang und gäbe.

Ohne solche Nachweise haben kleinere

Hersteller, etwa im Metallbereich, heut­

zutage kaum eine Chance mehr, in den

großen Betrieben als Zulieferer gelistet

zu werden.

Auf dem Energiesektor wachen mittler­

weile der europäische und somit auch

der deutsche Gesetzgeber über mess­

bare Erfolge, ob und wie Unternehmen

ihre Energiebilanzen verbessern. Auch

hier werden Managementsysteme an­

gewandt, die europäischen Normen

entsprechen – konkret die ISO 50001.

In diesem Fall werden die Betriebe ver­

pflichtet, einen Energiebeauftragten zu

bestimmen. Diese Funktion füllt bei den

Stadtwerken Mühlacker seit einem hal­

ben Jahr Sören Genthner aus, Absolvent

der Hochschule Esslingen und Ingeni­

eur der Fachrichtung Energiesysteme

und -management.

Energiecontrolling, wie es jetzt bei den

Stadtwerken und der Biomethananla­

ge ganzheitlich in Angriff genommen

wird, bildet zum einen die Grundlage

dafür, Einsparpotenziale beim Energie­

verbrauch und den Kosten systematisch

zu erschließen, aber auch fortwährend

weiterzuentwickeln. Genthner spricht

dabei von einem Kreislauf, mittels dem

die Energieeffizienz im Unternehmen

stetig gesteigert werden kann. Es ist al­

so im Idealfall ein „endloser Verbesse­

rungsprozess“.

Ohne Frage hat ein Energiemanage­

ment positive Auswirkungen auf die

Umwelt: CO2-Emissionen werden

messbar gesenkt und damit Umweltbe­

lastungen reduziert. Gleichzeitig wer­

den natürliche Ressourcen geschont

und das Umweltverhalten der Mitarbei­

ter geschärft.

Sich innerbetrieblich mit seiner Ener­

gieeffizienz zu beschäftigen, kann auch

steuerliche Vorteile generieren und den

Zugriff auf Fördergelder erleichtern. Ein

freilich nicht materiell messbarer Zu­

satznutzen ist die Verbesserung des

Images: Gerade einem Versorgungs­

unternehmen stehe es gut zu Gesicht,

so der Experte, wenn man den effizien­

ten Umgang mit Energie nicht nur pro­

pagiert sondern selbst nachhaltig prak­

tiziert – und dies dann auch wirksam

nach außen trägt.

ZUR PERSON:

Sören Genthner (31) hat sich bei sei­

nem Hochschulstudium in Esslingen

(Masterabschluss 2015) auf Energiema­

nagement spezialisiert. Während seines

fünfjährigen Studiums hat er sich mit

allen Facetten der Versorgungs-, Ener­

gie- und Umwelttechnik befasst. Auch

im Bereich Fotovoltaik hat er sich brei­

tes Expertenwissen angeeignet. Bei

den Stadtwerken ist er als Assistent der

Geschäftsführung angestellt.

Die Energieverbräuche

der Stadtwerke und

der Biomethananlage

immer im Blick:

Energiemanager

Sören Genthner auf der

Suche nach Optimie-

rungspotenzial.

08.

09

Energiemanagement

Energieeinsparung und damit verbunden Energieeffizienz gewinnt nicht nur zunehmende

Bedeutung in Privathaushalten und im gewerblichen Bereich – auch Energieversorger

selbst wie die Stadtwerke Mühlacker stellen sich dieser Thematik.

Der

ENERGIE-SPARFUCHS

der Stadtwerke