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Mit diesem Engagement kann das

Mühlacker Versorgungsunternehmen

auf einen Anteil an Erneuerbaren Ener-

gien von rund einem Drittel bezogen auf

den gesamten Mühlacker Stromabsatz

verweisen. Denn die Hinwendung zu

regenerativen Energien hat in Mühlacker

eine schon lange Geschichte – begin-

nend mit dem Enzkraftwerk beim Gym-

nasium über Blockheizkraftwerke und

Fotovoltaikanlagen bis hin zur Erzeu-

gung von Biomethan aus nachwach-

senden Rohstoffen.

Wind machen!

Als Mitbegründer der KommunalPartner,

einem Zusammenschluss von sechs

Stadtwerken im Südwesten, ist das

hiesige Versorgungsunternehmen nun

auch an der Erzeugung von Windenergie

beteiligt. Laut Geschäftsführer Jürgen

Meeh werde dadurch die verantwor-

tungsbewusste und nachhaltige Unter-

nehmensphilosophie der Stadtwerke

einmal mehr unterstrichen. Anfang des

Jahres wurden die vier hocheffizienten

Windräder vom Typ Nordex N 117 in Be-

trieb genommen. Mit Nabenhöhen von

jeweils 141 Metern und einem Rotor-

durchmesser von 117 Metern wird von

der Gesamtanlage ein Jahresertrag von

etwa 23,4 Millionen Kilowattstunden er-

wartet. Vor diesem Hintergrund hat der

Aufsichtsrat der Stadtwerke Mühlacker

bereits ein weiteres Beteiligungsprojekt

unter dem Dach der KommunalPartner

beschlossen – ein Windpark mit fünf

Anlagen bei Tuttlingen. Der Jahreser-

trag wird hier auf rund 34 Millionen

Kilowattstunden prognostiziert.

Mit ihrer Beteiligung am Windpark Oberkochen auf der Ostalb leisten die Stadtwerke

Mühlacker einen neuerlichen Beitrag zur Energiewende. Die vier Windräder liefern

„grünen Strom“ für rechnerisch rund 6000 Vierpersonen-Haushalte.

Stolze „Macher“ des neuen Windparks auf der Ostalb und Vertreter der Landes- und

Regionalpolitik, darunter Umweltminister Franz Untersteller (vorne rechts), der Tübinger

Oberbürgermeister Boris Palmer (3. von rechts) und der Mühlacker Stadtwerke-Chef

Jürgen Meeh (3. von links).

GRÜNER

Strom

Weit überm Landeswert

„Die Entwicklung bei den regenerativen Energien

verläuft bei unseren Stadtwerken sehr positiv“, kom-

mentiert Geschäftsführer Jürgen Meeh die aktuelle

Entwicklung. „Wir haben 2015 das Aufkommen noch-

mals deutlich steigern können.“ Aktuell befinden sich

im Portfolio und Netzgebiet des Unternehmens Er-

zeugungsanlagen mit einer Leistung in Höhe von an-

nähernd 17 400 Kilowatt. Die daraus resultierende

Stromeinspeisung betrug im letzten Jahr rund 42,23

Gigawattstunden. Mit der Beteiligung am Windpark

Oberkochen beträgt der Anteil an Erneuerbaren Ener-

gien bezogen auf den gesamten Mühlacker Stromab-

satz rund 33 Prozent und liegt damit deutlich über dem

Landesdurchschnitt (24 Prozent) und schon nahe in

Richtung der Quote jener 38 Prozent, die das Land bis

2020 anstrebt.

Ausblick aus einer Maschinen-

haus-Gondel eines Windrads in

141 Metern Nabenhöhe

über dem Erdboden auf das

Gelände des neuen Wind-

parks auf der Ostalb.

Die sechs KommunalPartner befin-

den sich mit ihrer gezielten Ausrich-

tung auf die Nutzung von Windener-

gie voll auf der Linie des Landes,

das den Ausbau des Anteils erneu-

erbarer Energien an der Brutto-

stromerzeugung bis in fünf Jahren

auf mindestens 38 Prozent anstrebt.

Derzeit liegt dieser Wert noch bei

rund 24 Prozent. Für Umweltminis-

ter Franz Untersteller stellen solche

Initiativen einen wichtigen Schritt in

Richtung Energiewende und Klima-

schutz dar, sagte er bei der Inbe-

triebnahme des Windparks in Ober-

kochen. Er äußerte sich überzeugt,

dass sich die Dynamik beim Ausbau

der Windkraft im Land auch in den

folgenden Jahren fortsetzen werde.

08.

09

Energieversorgung