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06.

07

Wasserversorgung

Erhöhter

VERBRAUCH

aber Verluste reduziert

Mit dem Hitzesommer war das Jahr 2015 nicht nur meteorologisch außergewöhnlich,

sondern auch aus Sicht der Wasserversorgung: Der Wasserabsatz stieg um fast zehn

Prozent auf 1,37 Millionen Kubikmeter – so viel wie schon lange nicht mehr.

Doch mehr als auf diesen klimatisch beding-

ten Effekt ist der Leiter der Sparte Gas/Wasser,

Frederik Trockel, auf eine ganz andere Entwick-

lung stolz: Selten seien die Netzverluste mit 5,9

Prozent so gering gewesen, wie im zurückliegen-

den Jahr. Damit liege man im Zehnjahresvergleich

um fast drei Prozentpunkten unter dem Durch-

schnittswert. In einer anderen Vergleichsgröße

ausgedrückt: Der Wasserverlust betrug nur 60 Liter

auf einen Kilometer Leitungsnetz.

Schritt für Schritt

Derart geringe Netzverluste sind bei den Stadt-

werken Mühlacker kein Zufall, sondern Ergebnis

einer seit Jahrzehnten umgesetzten Philosophie:

das Leitungsnetz in gepflegtem Zustand zu erhal-

ten und Jahrzehnte alte Rohrabschnitte sukzes-

sive zu erneuern. So wird Investitionsstaus entge-

gengewirkt und böse Überraschungen lassen sich

weitestgehend vermeiden.

Im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke gut

eine Million Euro in die Sparte Trinkwasserver-

sorgung investiert und dabei fast 1100 Meter

Hauptleitungen erneuert. Im laufenden Jahr wa-

ren beziehungsweise sind größere Erneuerungs-

maßnahmen unter anderem in Lomersheim und

im Heidenwäldle an der Reihe.

Doppelt gemoppelt...

Eine Besonderheit stellt in diesem Jahr in Lien-

zingen der Austausch der gut 40 Jahre alten Ver-

sorgungsleitung vom Hochbehälter im „Wan-

nenwald“ zum Ortsnetz dar. Eine in die Zukunft

gerichtete Besonderheit bei dieser Baumaß-

nahme ist, dass im selben Graben eine zweite

Rohrleitung verlegt wird. Über diese könnte der

Hochbehälter später einmal zusätzlich mit Eigen-

wasser gespeist werden.

Zumindest in der Kernstadt sind für eine Misch-

wasserversorgung die Vorbereitungen bereits

getroffen: Die bestehenden Brunnen am Met-

tersten-Steg und an der Ötisheimer Straße wur-

den aufgerüstet und durch neu erstellte Brun-

nenhäuser als Schutz „eingehaust“. Vor diesem

Hintergrund kommt den Wasserschutzgebieten

im Enz- und Erlenbachtal in der Zukunft noch

wachsende Bedeutung zu.

Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser im Lienzinger Netz wurde mit der Erneuerung

der Zuleitung vom Hochbehälter „Wannenwald“ wieder nachhaltig verbessert.