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Im Baltikum erfolgreich

WM-LUFT

geschnuppert

Aus der kirchlichen Jugendarbeit

heraus wurde der Indiaca-Sport in

Ötisheim international.

Die breite Öffentlichkeit nahm die letzten Jahre sicher

wenig Notiz von den Indiaca-Spielern aus Ötisheim.

Bis zwei Nachwuchsmannschaften in diesem Jahr der

internationale Durchbruch gelang – und vom Worldcup

in Estland zwei Vize-WM-Titel mit nach Hause brach-

ten. Dazu bedurfte es freilich eines langen Atems,

wie Vereinsvorsitzender und Trainer Werner-Patrick

Girrbach betont. Und etlicher Sponsorengelder, um

die Reise ins Baltikum zu finanzieren.

Von klein auf

Als Freizeitbeschäftigung beginnt man mit Indiaca be-

reits im Kindesalter. Irgendwann werden die Jugend-

lichen „reif“ für Turnierspiele. Nicht anders ist es in

Ötisheim: Die jetzt beim Worldcup erfolgreichen

Mannschaften sind größtenteils bereits seit vielen

Jahren in Ötisheim aktiv. Kontinuierlich wurden

die Spieler/innen in den letzten Jahren gefordert

und gefördert und haben sich als Mannschaf-

ten aufeinander eingespielt. Der größte Teil der

Mädchenmannschaft wurde bereits in den letz-

ten beiden Jahren sowohl Landesmeister als

Indiaca basiert auf dem in Südamerika

beheimateten „Peteka“, das ähnlich wie

Volleyball gespielt wird. Auch Indiaca

wird von zwei Mannschaften mit je fünf

Spieler/innen auf einem durch ein Netz

getrenntes Feld gespielt. Es gibt Annah-

me, Stellen und Angriff. Indiaca eignet

sich hervorragend für alle Altersklassen

und kann sowohl als Freizeit- als auch

als Turniersportart gespielt werden.

1936 gelang dem Spiel der Sprung von

der brasilianischen Metropole Rio de

Janeiro nach Deutschland. Der deutsche

Sportlehrer Krohn hatte es an der Copa-

cabana entdeckt, nach Deutschland ge-

bracht und dem Indiaca die heutige Form

und den Namen gegeben. Nach dem 2.

Weltkrieg verbreitete sich das Spiel zu-

nächst in der kirchlichen Jugendarbeit

und im CVJM. Der Indiaca-Sport ist heute

unter dem Dach des Deutschen Turner-

bunds angesiedelt.

Ursprung in Südamerika

1

Stolze Worldcup-Zweite: Das Ötisheimer

U-16-Mixed-Team mit (von links) Lara Nagel,

Betreuer Werner-Patrick Girrbach, Angie Marks,

Ronja Boss, Patrick Thiem, Noah Gauß,

Eric Bitzer, Nina Nagel, Jana Bötcher, Tabea

Knappenberger, Tom Hönicke und Matti Hammer.