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06.

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Biomethan

Rund 31 000 Tonnen Maissilage werden zur Gasproduktion

in einem Jahr benötigt. Diese Menge stammt von Feldern

von rund 80 Landwirten aus der näheren und weiteren Um-

gebung etwa zwischen dem Pulverdinger Hof und Gondels-

heim, der Wiernsheimer Platte und dem Kraichtal. Etwa

60 Prozent des Maisbedarfs werden in den Silos auf dem

Gelände in den „Waldäckern“ eingelagert, der Rest im Au-

ßenlager bei Bretten im Steinbruch Sämann.

„Die Ernte war in diesem Jahr in elf Tagen eingefahren“, be-

richtet der Betriebsleiter der Anlage, Harald Jaggy, bei fast

optimalen Bedingungen: Es herrschte fast die ganze Zeit tro-

ckene Witterung, lediglich bei den letzten rund 1000 Tonnen

musste gegen Ende hin eine Pause eingelegt werden, weil

regennasse Maissilage nicht eingelagert werden kann.

In diesem Spätsommer organisierte die Betriebsleitung zu-

dem einen Mais-Tag auf einem Versuchsfeld unweit vom

Illinger Eck gelegen. Dort sind rund 50 verschiedene Mais-

sorten zum Vergleich der Wuchseigenschaften vor Ort an-

gebaut. So können die Landwirte aus der Umgebung lokale

Rückschlüsse ziehen. Zudem werden auf dem Versuchs-

feld Neuzüchtungen vorgestellt, die wohl im nächsten Jahr

vertrieben werden. Laut Jaggy seien jene Maissorten am

Mitten im Herbst:

Der

MAIS

ist gekommen

Fast in Rekordzeit hat das Team der Bio-

methananlage in Mühlacker in diesem

Herbst die in den nächsten zwölf Monaten

zur Methangasproduktion erforderliche

Menge an Mais eingefahren.

1

Beim „Mais-Tag“ auf

einem der Versuchs-

felder wurden Maiser-

zeugern aus der Region

verschiedene Sorten

vorgeführt.

2

Mais gilt als eine

der effizientesten

Energiepflanzen

zur Erzeugung

von Methangas.

effektivsten, die den Landwirten optimale Erträge und der

Biomethananlage eine hohe Energieausbeute bieten.

Mais sei vor diesem Hintergrund nach wie vor eine hocheffi-

ziente Pflanze. Gleichwohl verwerte man in nicht unerhebli-

chem Umfang Wiesengräser, Klee, Hirsegräser, die mehr-

jährige durchwachsene Silphie und vor allem Getreide,

welches nicht zur Nahrungsmittelproduktion geeignet ist.

Grundsätzliche Voraussetzung für die Verwertung pflanzli-

cher Substanzen sei eben ihre eindeutige Klassifizierung als

„nachwachsender Rohstoff“.