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08.

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Umspannwerk

Bereits vor zwei Jahren gingen die Stadtwerke daran, ihr

Umspannwerk auf dem Betriebsgelände an der Danziger

Straße zu erneuern. Damals wurde die mittlerweile rund

45 Jahre alte Anlage im Bereich des Mittelspannungsnetzes

erneuert, konkret sind neue Schaltanlagen in einem Neubau

installiert worden. Von dort aus wird die elektrische Ener-

gie über 13 Abgänge in das 20-Kilovolt-Mittelspannungsnetz

zu den rund 110 Trafostationen im Versorgungsbereich der

Stadtwerke eingespeist.

Unter Hochspannung

Im zweiten Bauabschnitt stand nun die Erneuerung der

technischen Infrastruktur im Hochspannungsbereich an,

dort wo quasi die Stromübernahme aus dem 110-Kilovolt-

Netz des vorgelagerten Netzbetreibers über zwei Felder ins

Stadtwerkenetz erfolgt. In diesem Zusammenhang wurden

in beiden parallelen Einspeisungsabschnitten erstmals so-

genannte Leistungsschalter installiert: Damit lässt sich vor

Ort jeweils einer der beiden Transformatoren für Revisions-

zwecke oder zur Beseitigung möglicher Störungen stromlos

schalten. Bislang befanden sich diese Leistungsschalter im

Umspannwerk der EnBW in Enzberg, woher die Stadtwerke

den Strom für Mühlacker beziehen.

Diese Schalteinrichtung nunmehr unmittelbar im Umspann-

werk in Mühlacker zu haben, dient laut Uwe Pfisterer, Elek-

tro-Abteilungsleiter bei den Stadtwerken, eindeutig der

Versorgungssicherheit im hiesigen Netz. Denn im Zusam-

menhang mit der Außerbetriebnahme des EnBW-Umspann-

Stetige

VORSORGE

vor Stromausfällen

Die Stadtwerke Mühlacker sind kontinuierlich bemüht, die Versorgungssicherheit in

allen Sparten zu optimieren. Jetzt wurde das Herz der Stromversorgung in der Stadt

auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

werks in Enzberg, das durch eine neue Anlage bei Pinache

ersetzt wird, läge der Leistungsschalter für das Werk in

Mühlacker dann noch weiter entfernt, eben in Pinache.

Ohne Verluste

In dem Zusammenhang wird jetzt auch die vom Vorliefe-

ranten bezogene Strommenge in Mühlacker ermittelt. Dies

hat laut Pfisterer für die Stadtwerke den finanziellen Vorteil,

dass zwangsläufig beim Stromtransport entstehende Ver-

luste zwischen der Messstelle (seither in Enzberg) und dem

hiesigen Netz nicht mehr von den Stadtwerken und damit

deren Stromkunden zu tragen sind.

Rund 400 000 Euro investierten die Stadtwerke in diesen

zweiten Bauabschnitt der Erneuerung ihres Umspannwerks.

Wobei die Umbauten von der Öffentlichkeit unbemerkt er-

folgten, weil wie zuvor erwähnt, die Stromeinspeisung über

zwei Versorgungsleitungen erfolgt.

1

Uwe Pfisterer, „Chef-Stromer“ der Stadtwerke, vor einem der neuen

Schaltschränke im Umspannwerk

2

Spezialisten eines Leitungsbau-Unternehmens bei der Funktionsprüfung

der neu in Mühlacker installierten Leistungsschalter