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08.

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Energielabel

Energielabel für

Brenner-

OLDIES

Man kennt sie, die Aufkleber mit verschiedenfarbigen Pfeilen, die über den Energie-

verbrauch etwa von Waschmaschinen oder Kühlschränken informieren. Neuerdings

gibt es auch für bestehende Heizanlagen ein Energielabel.

Wie in vielen Bereichen des Lebens:

Ist alles sprichwörtlich im „grünen Be-

reich“, dann ist alles in Ordnung. Die-

ses einfache Prinzip lässt sich auch auf

die Heizanlage im Haus übertragen.

Dort wird auf einem Aufkleber abzule-

sen sein, wie effizient die Heizung ist,

erklärt Oliver Sperle, Energieberater

bei den Stadtwerken Mühlacker.

Die Skala reicht vom kürzesten Grün-

pfeil mit der Kennzeichnung A++ über

A+ und A, die Pfeilbalken verfärben

sich dann immer mehr ins Rote, um

mit E in tiefrot die schlechteste Einstu-

fung zu markieren – gewissermaßen

die „rote Karte“ zeigend...

Seit dem vergangenen Jahr begannen

Schornsteinfeger, Installateure und

hierzu berechtigte Energieberater die

Heizanlagen einzustufen und mit ei-

nem Etikett zu versehen. Diese Dienst-

leistung ist für Verbraucher kostenfrei.

Ab diesem Jahr sollen die Bezirks-

schornsteinfeger im Anschluss an die

Feuerstättenschau die Kessel syste-

matisch bewerten, wenn sie noch nicht

über das entsprechende Etikett verfü-

gen (ebenfalls kostenlos).

Dieses Altanlagen-Label soll den Ei-

gentümern deutlich machen, wie viel

Energie ihr Heizkessel wirklich ver-

braucht. Sperle dazu: „Viele Hausbe-

sitzer müssen davon ausgehen, dass

ihre Anlage aufgrund der hohen Ver-

brauchswerte höchstens Effizienz-

klasse C oder schlechter erreicht“. So

solle der Anstoß für vermehrte ener-

getische Heizungsmodernisierungen

gegeben werden. Eine Verpflichtung

besteht für die Verbraucher dabei frei-

lich noch nicht.

Energie und Geld sparen

Aber vor dem Hintergrund, dass rund

35 Prozent aller Energie in Deutsch-

land im Gebäudebereich verbraucht

werden – der größte Anteil davon für

Wärme –, kommt Heizungen bei der

Umsetzung der Energie- und Klima-

ziele besondere Bedeutung zu. Und

dies kommt nicht nur der Umwelt zu-

gute, auch die Haushaltskasse pro-

fitiert davon, wenn weniger Wärme

durch den Kamin verheizt wird. Tat-

sache ist eben auch, dass das durch-

schnittliche Alter von Heizgeräten in

Deutschland bei 17,6 Jahren liegt und

über ein Drittel sogar älter als 20 Jah-

re ist, gibt Oliver Sperle zu bedenken.

Auf der Internetseite des Bundesministeriums für

Wirtschaft und Energie können sich Interessierte

umfassend Rat holen, wie sie sich bei der Optimie-

rung ihrer Heizungsaltanlage vom Staat finanziell

unterstützen lassen können.

Bei Fragen rund um das Energielabel für alte Hei-

zungsanlagen hilft eine Info-Hotline (030 – 34 40

93 99) weiter.

(www.bmwi.de

> Suchwort: Energieeffizienz)

Kompetente Auskünfte erteilen auch die zuständi-

gen Bezirksschornsteinfeger.

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