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Es sind vor allem Jugendliche und jun-

ge Erwachsene, die bei dem Enzberger

Verein dieser Sportart frönen. Zweimal

wöchentlich trainieren sie und berei-

ten sich so auf Rundenwettkämpfe und

Meisterschaften vor. Die jungen Rad-

baller des RMSV spielen derzeit mit je

einem Team in der Junioren-Oberliga

und der Verbandsliga sowie in einer Ju-

gend- und einer Schüler-A-Liga.

Ein U-15-Team belegte in der zurück-

liegenden Saison den zweiten Tabel-

lenplatz, wurde Fünfter in der Baden-

Württembergischen Meisterschaft,

scheiterte dann aber im Viertelfinale

bei der Deutschen Meisterschaft. Und

die U-19-Junioren wurden in der Ver-

bandsrunde Dritter und sind in die ba-

den-württembergische Oberliga aufge-

stiegen.

Immer am Ball

Seit Anfang der 2000er Jahre hat der

Verein konsequent in seine Jugendar-

beit investiert und immer wieder Erfol-

ge verbuchen können. Erfolge, die kei-

ne Eintagsfliege bleiben sollten – so wie

das Beispiel von Fabian Burkhard und

Christoph Stähle zeigt: Waren die bei-

den 2006 noch Nordbadischer Meister

und als erstes Enzberger Nachwuch-

steam Teilnehmer im Viertelfinale der

Deutschen Meisterschaft in der Schü-

ler A-Klasse, so schafften sie zehn Jah-

re später als Erwachsene den Aufstieg

in die Landesliga und im darauffolgen-

den Jahr gleich den Aufstieg in die Ver-

bandsliga – die immerhin zweithöchste

Liga in Baden-Württemberg.

Ein weiterer Blick in die jüngere Ver-

einsstatistik: Seit 2012 haben Enzber-

ger Nachwuchsmannschaften fünfmal

an Baden-Württembergischen Meis-

terschaften teilgenommen, waren vier-

mal im Viertelfinale der Deutschen

Meisterschaft vertreten und einmal

Ballsport ist in Mühlacker in etlichen Vereinen in unterschiedlicher

Weise angesagt. Klar: Der Fußball dominiert, eher eine Randsportart

in der Stadt hingegen ist Radball beim RMSV Enzberg.

sogar im Halbfinale. Und Patrick Goll

und Daniel Lang haben dieses Jahr als

erstes Junioren-Team den Aufstieg in

die Oberliga geschafft.

Einrad-Meister

Mehr als Freizeitsport ist für eine junge

Damenriege das Einradfahren. Sie ha-

ben ihre Auftritte vor allem bei Dorffes-

ten oder als Show-Gruppe bei Festivitä-

ten anderer Vereine. Das Einradfahren

war auch einstmals das Aushänge-

schild des Enzberger Vereins. Ein Vierer-

team schaffte es 1960 bei der Deutschen

Meisterschaft in Wiesbaden, den Titel

zu holen. Und mehr noch: Ein Jahr spä-

ter konnten die Enzberger diesen Titel

erfolgreich verteidigen. Im Jahr darauf

wurde man zwar „nur“ Dritter, bevor

sich die Enzberger 1963 zum dritten

Mal den deutschen Meistertitel im Vie-

rer-Einrad sicherten.

Auch Rollsport wurde seinerzeit in der

Enzberger Festhalle erfolgreich betrie-

ben. Neben etlichen Bezirks- und Lan-

destiteln, die die RMSV-Rollschuh-Läu-

ferinnen für sich verbuchen konnten,

wurde 1968 der dritte Platz bei der

Deutschen Meisterschaft erreicht.

Diese „guten alten Zeiten“ sind mitt-

lerweile Vergangenheit – das Roll-

schuhlaufen wurde 1970 eingestellt,

ebenso das Kunstradfahren Ende der

80er Jahre.

Neu hinzugekommen ist vor knapp

zehn Jahren der Radtreff in Zusam-

menarbeit mit der AOK. Im April 2009

startete die erste Ausfahrt mit zwölf

begeisterten Pedaltretern. Inzwischen

sind es von April bis September je-

den Mittwochabend bis zu drei Gruppen

mit durchschnittlich 20 Teilnehmern,

die zwischen 20 und 40 Kilometer lan-

ge Strecken in Angriff nehmen und auf

ihren Drahteseln die eigene Heimat

beidseits des Enztals erkunden.

HISTORISCHES

Gegründet wurde der RMSV Enzberg im

Jahr 1912 aus der Arbeitervereinsbewe-

gung heraus. Überliefert ist, dass sich

die aktiven Vereinsmitglieder nach dem

ersten Weltkrieg die Räder für ihren

Sport noch selbst zusammenbauten.

Radsport mit einem

ROSSHAAR-

Ball